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Fachtagung „Kunststoffe, Brandschutz und Flammschutzmittel“ in Würzburg

Die 9. Fachtagung „Kunststoffe, Brandschutz und Flammschutzmittel" fand am 5. und 6. Dezember 2007 in Würzburg beim Süddeutschen Kunststoff-Zentrum SKZ unter der Leitung von Jürgen Troitzsch statt und wurde von ca. 60 Teilnehmern besucht.

Im ersten Teil Brandvorschriften und -prüfungen ging es zunächst um den Elektrosektor mit Zulassungen, Prüfungen und neuen Anforderungen zu externen Zündquellen für Unterhaltungs- und Büroelektronik. Es folgten Referate zum Brandverhalten von Bauprodukten sowie speziell von Rohrdämmstoffen in der EU und Deutschland. Die Fortschritte in der europäischen Normung zum Brandverhalten von Produkten in Schienenfahrzeugen sowie die Einführung von Toxizitätsanforderungen in Deutschland wurden besprochen. Neue Rumpfstrukturen (Composites anstelle von Aluminium) für die Luftfahrt und Prüfungen im neuen amerikanischen Durchbrandtest sind zukunftsweisende Entwicklungen, die im abschließenden Referat aufgezeigt wurden.

Die Thematik Flammschutzmittel, Märkte und Anwendungen startete mit einer Nachlese zur Kunststoffmesse K2007, dem steigenden Einfluss der Chinesen auf dem Flammschutzmittelmarkt und den eher dünngesäten Neuentwicklungen bei Flammschutzmitteln. Interessante Weiterentwicklungen zu halogenfreien Systemen in Polyamiden und linearen Polyestern mit Hilfe von Phosphinaten besonders für Haushaltsgeräte, flammgeschützte Duroplaste, verbesserte Extrusion durch Nanopartikel, und das Cone Calorimeter als Hilfsmittel zur Entwicklung flammgeschützter Polymerer waren weitere interessante Vorträge zu diesem Bereich.

Das Referat „REACH Registrierung von Flammschutzmitteln - Bürde oder Chance?" zeigte den zeitlichen Rahmen und die Wege zur Anmeldung dieser Chemikalien auf. Fragen der Umweltwirkungen von Flammschutzmitteln aus der Sicht des Umweltbundesamtes und laufende Forschungsaktivitäten schlossen das Thema Umwelt ab.

Unter dem Titel „wie gut brennt eigentlich meine Stereoanlage"? wurde eine Studie des europäischen Flammschutzmittelverbandes EFRA vorgestellt und gezeigt, wie leicht uns zu Hause umgebende Elektrogeräte brennen können, wenn sie kleinen äußeren Zündquellen ausgesetzt werden.

Eine Mikrostereoanlage, etwa 5 Minuten nach Entzündung mit einer kleinen Flamme (die etwas einem Teelicht entsprach).
Siehe auch www.flameretardants.eu unter Library - Useful documents

Ein kurzes Video über Fahrzeugbrände in den USA zeigte, dass die Brandschutzvorschriften von 1972 nicht mehr den heutigen Anforderungen an moderne Autos genügen und eine Erhöhung des Brandschutzes für die dort verwendeten Materialien dringend geboten ist.

Der Tagungsband mit den einzelnen Vorträgen kann über http://www.skz.de unter Kontakt angefordert werden

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